Ultraschall und Bluttest
Nach den Mutterschaftsrichtlinien sind drei Ultraschalluntersuchungen in der Schwangerschaft vorgesehen, jeweils um die 10., 20. und 30. Schwangerschaftswoche. Bei besonderen Risiken erfolgen häufigere Kontrollen, ggf. auch dopplersonographische Durchblutungsmessungen des Mutterkuchens. Auf Wunsch führen wir gerne zusätzliche ► Ultraschall-Untersuchungen durch.
Sobald Ihre Schwangerschaft feststeht, wird eine Ultraschalluntersuchung durchgeführt, die darüber Aufschluss gibt, in welcher Schwangerschaftswoche Sie sich befinden. Darauf folgt eine Blutentnahme, um alle für den Mutterpasses wichtigen Laborwerte zu erheben. Dazu gehören das Blutbild, der Status Ihrer Eisenversorgung, Ihre Blutgruppe mit Rhesusfaktor, der sogenannte Antikörper-Suchtest, sowie der gesetzlich vorgeschriebene Suchtest auf Geschlechtskrankheiten und die Überprüfung Ihres Schutzes gegen Rötelninfektionen.
Auf Wunsch kann ein HIV-Test durchgeführt werden sowie Tests auf Toxoplasmose - eine Infektionskrankheit, die z.B. über Hauskatzen übertragen wird und zu Schädigungen beim Ungeborenen führen kann. Gerne informieren wir Sie über weitere Details der Laborleistungen.
Gleichzeitig mit der Blutentnahme erhalten Sie von uns allgemeines Informationsmaterial über Schwangerschaft und Geburt mit Empfehlungen in Bezug auf Ernährung, die Einnahme von Jod und Folsäure sowie allgemeine Verhaltensratschläge.
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Kontrolltermin 2 Wochen später, dann im 4-Wochen-Rhytmus bis SSW 30
Der nächste Kontrolltermin erfolgt ca. zwei Wochen später. Dabei besprechen wir mit Ihnen den Mutterpass und die Laborwerte, sowie eventuelle Schwangerschaftsrisiken. Dazu erhalten Sie hilfreiche Empfehlungen für den weiteren Verlauf Ihrer Schwangerschaft. Sie können uns alle Fragen stellen, die Ihnen am Herzen liegen, und Sie dürfen auch gerne Ihren Partner mitbringen.
Die weiteren Vorsorgeuntersuchungen finden bei normalem Schwangerschaftsverlauf bis zur 30. Schwangerschaftswoche im Vier-Wochen-Rhythmus statt.
Bitte bringen Sie zu jedem Vorsorgetermin Ihren Mutterpass mit. Noch vor der Untersuchung durch den Arzt werden unsere Helferinnen Sie bitten, eine Urinprobe abzugeben, damit die in den Mutterschaftsrichtlinien vorgesehene jeweilige Urinuntersuchung bereits vorab durchgeführt werden kann. Dann wird Ihr Gewicht bestimmt und Ihr Blutdruck gemessen und in den Mutterpass eingetragen. Nachdem Fragen bzw. Probleme, die eventuell seit dem letzten Arztbesuch aufgetreten sind, besprochen wurden, erfolgt die normale gynäkologische Untersuchung.
Zwischen der 25. und 30. Schwangerschaftswoche wird erneut der in den Mutterschaftsrichtlinien vorgesehene Antikörper-Suchtest im Blut durchgeführt.
Ab der 26. Schwangerschaftswoche wird in regelmäßigen Abständen mit dem Wehenschreiber (genannt CTG) kontrolliert, ob eine Neigung zu vorzeitigen Wehen besteht, insbesondere im Fall von Unterbauchschmerzen. Dabei werden in der Regel gleichzeitig die Herztöne des Babys aufzugezeichnet, um sich ein Bild über das Wohlbefinden des Ungeborenen zu machen.
Je nach Notwendigkeit können bei den Kontroll-Untersuchungen Abstriche durchgeführt werden, um eine Scheideninfektion auszuschließen, oder es kann ein Suchtest auf Chlamydien durchgeführt werden, da diese Infektionen für Frühgeburten und vorzeitige Wehen verantwortlich sein können.
Werden solche Infektionen im Rahmen der Kontrolle rechtzeitig erkannt, so sind sie mit einfachen und ungefährlichen Medikamenten leicht zu behandeln. Auch der Krebsvorsorgeabstrich wird bei Bedarf kontrolliert. Kurz vor der Entbindung ist der Abstrich auf Streptokokken B dringend zu empfehlen, da eine solche Infektion lebensgefährlich für das Baby sein kann, wenn sie unbehandelt bleibt.
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Ab Schwangerschaftswoche 30 alle 2 Wochen
Ab der SSW 30 werden die Vorsorgeuntersuchungen im Abstand von 2 Wochen durchgeführt. Das bedeuet somit ca. 10 bis 12 Vorsorgeuntersuchungen im Rahmen der 40 Schwangerschaftswochen.
Die letzte wichtige Blutentnahme erfolgt in den Schwangerschaftswochen 36 bis 38. Er beeinhaltet u.a. einen Suchtest in Bezug auf eine mögliche Leberentzündung (Hepatitis B). Gleichzeitig werden nochmals die allgemeinen Blutwerte im Hinblick auf die bevorstehende Entbindung geprüft.
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► Zusatzuntersuchungen auf Wunsch mehr
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